Die HTL Kuchl präsentiert: Innovationen aus Holz & Technik
AW7-ID28
Gegenstand dieser Diplomarbeit ist die Entwicklung und Bewertung eines Leichtbau-Gewehrschaftes. Ausgangspunkt ist die Problemstellung, dass konventionelle Schaftkonstruktionen häufig ein hohes Gewicht aufweisen und dadurch Führigkeit und Ergonomie beeinträchtigen können, während gleichzeitig hohe Anforderungen an Festigkeit, Steifigkeit und Funktionssicherheit bestehen. Ziel ist die konstruktive Auslegung eines Schaftes mit reduzierter Masse bei ausreichender struktureller Leistungsfähigkeit und praxisgerechter Fertigbarkeit.
Die Vorgehensweise umfasst die Anforderungsdefinition, die Konstruktion in CAD sowie die Auswahl geeigneter Materialien und Geometrieparameter. Auf Basis der Auslegung werden Prototypen gefertigt und durch belastungs- sowie stoßbezogene Prüfungen untersucht, darunter Fallversuche zur Bewertung unterschiedlicher Aufprallwinkel. Ergänzend erfolgt eine Auswertung von Messdaten und Diagrammen zur vergleichenden Beurteilung der Varianten und zur Identifikation kritischer Bereiche.
Die Ergebnisse zeigen, dass Leichtbau grundsätzlich realisierbar ist, sofern lasttragende Zonen gezielt verstärkt und Schwachstellen in Übergangs- und Kerbbereichen reduziert werden. Einschränkungen ergeben sich durch begrenzte Aussagen zu Langzeit- und Umwelteinflüssen; hierfür werden weiterführende Versuchsreihen empfohlen.