Die HTL Kuchl präsentiert: Innovationen aus Holz & Technik
AW00-ID26
In diesem Projekt wurde untersucht, ob die kapazitive Feuchtemessung für die Analyse von Mischungen aus Sand, Lehm und Fasern geeignet ist. Das Ziel war es, zu klären, wie die Mischungsverhältnisse die Ergebnisse beeinflussen und wie genau die kapazitiven Messmethoden im Vergleich zu Referenzwerten vor und nach dem Trocknen sind. Es sind verschiedene Mischungsverhältnisse hergestellt worden: 95/5 und 75/25. Jedes Verhältnis wurde in verschiedenen Probenreihen untersucht. Die Feuchte wurde mit einem kapazitiven Messgerät bestimmt, wobei auch verschiedene Referenzdichten verwendet wurden, um genaue Ergebnisse zu erhalten. Die Messwerte wurden sowohl im feuchten Zustand als auch nach dem Trocknen ermittelt und miteinander verglichen.
Die Ergebnisse zeigen, dass das Mischungsverhältnis einen großen Einfluss auf die gemessenen Feuchtewerte hat. Besonders bei dem feineren Mischungsverhältnis von 95/5 gab es größere Schwankungen und höhere absolute Feuchtewerte. Wenn die Referenzdichten besser auf den jeweiligen Mischstoff abgestimmt waren, wurden vertrauenswürdigere Ergebnisse erzielt. Dies zeigt, dass standardisierte Kalibrierkurven nicht direkt auf heterogene Mischungen übertragbar sind. Die Untersuchung zeigt, dass kapazitive Feuchtemessverfahren grundsätzlich nicht geeignet sind, um Sand-Lehm-Faser-Gemische schnell zu beurteilen bzw. damit das funktioniert sehr viele Aspekte passen müssen, um genaue und richtige Ergebnisse zu erhalten. Allerdings sind materialabhängige Kalibrierungen erforderlich, um verlässliche und reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen. Damit wird ein Beitrag zur praktischen Beurteilung von Feuchtemessmethoden im Bereich nachhaltiger Baustoffe geleistet.