Die HTL Kuchl präsentiert: Innovationen aus Holz & Technik
AW00-ID21
Ziel dieser Arbeit war es, die Eigenschaften der malerfertigen Brettsperrholzoberflächen zu verbessern. Die Problematik lag dabei insbesondere im Bereich der Plattenstöße. Dabei ist zu beachten, dass auf Brettsperrholzelemente eine Biofaserplatte aufgeleimt wird, um eine homogene und glatte Oberfläche herzustellen. Die Grundidee bestand darin, diese Stöße mithilfe eines Vlieses zu überdecken, um Rissbildungen zu verhindern. Des Weiteren wurde nach geeigneten Klebstoffen und Klebetechniken für die Applikation solcher Vliese gesucht.
Im Zuge der Weiterentwicklung von Brettsperrholz wird zudem daran gearbeitet, die brandschutztechnischen Eigenschaften dieses Produkts zu verbessern. Der Fokus liegt hierbei auf bereits begonnenen Versuchen mit zementgebundenen Spanplatten der Firma „Cetris“. Diese sollen in den Produktionsablauf integriert werden. Um eine Einbindung in die Herstellung zu gewährleisten, müssen geeignete Klebstoffe sowie passende Klebetechniken gefunden werden, damit die Platten dauerhaft und zuverlässig mit dem BSP verbunden werden können.
Die Verpressung der BSP-Elemente erfolgt mithilfe einer Hochfrequenzpresse in mehreren Takten. Dabei ergibt sich jedoch das Problem, dass aufgrund der hohen Dichte der zementgebundenen Spanplatten diese so stark erwärmt werden, dass der Klebstoff bereits vor dem eigentlichen Pressvorgang zu trocknen beginnt. Dadurch kann keine ausreichend feste Verbindung zwischen der Spanplatte und dem BSP gewährleistet werden. Um das Marktpotenzial dieser Produkte zu ermitteln, wurde eine Primärmarktforschung durchgeführt. Dabei wurde das Marktpotenzial von Brettsperrholz mit malerfertigen und brandschutzoptimierten Oberflächen untersucht. Im Rahmen standardisierter Online-Interviews wurden vier größere Holzbaubetriebe hinsichtlich ihrer Akzeptanz sowie ihrer Preiserwartungen befragt.